Beim Judo verbeugen sich die Kontrahenten, bevor sie die Matte betreten. Sie gehen zum äußersten Rand der Kampffläche, stehen sich gegenüber und verbeugen sich voreinander. Jetzt treten sie an ihre weiße bzw. blaue oder rote Kampflinie, stehen sich gegenüber und verbeugen sich erneut. Durch einen weiteren Schritt über ihre Kampflinie stehen beide innerhalb der Linien und zeigen so, dass sie bereit sind.
Auf das Zeichen „hajime“ des Kampfrichters beginnt der Kampf. Gibt der Kampfrichter das Zeichen „matte“, kehren die Kämpfer auf ihre Ausgangsposition zurück.
Auf das Zeichen „soremade“ kehren die Kämpfer auf ihre Ausgangsposition zurück und erwarten die Entscheidung. Nach Bekanntgabe der Entscheidung treten sie hinter ihre Linien und verbeugen sich. Sie verlassen die Kampffläche auf demselben Weg, den sie gekommen sind und verbeugen sich am äußersten Rand der Kampffläche noch einmal.
Erreicht ein Kämpfer einen „Ippon“, ruft der Kampfrichter „Ippon, soremade“. Ein Ippon oder voller Punkt beendet den Kampf. Der Kämpfer, dem ein Ippon gelingt, ist der Sieger. Ein Ippon kann sowohl im Tachi-waza (Standkampf) als auch im Ne-waza (Bodenkampf) erreicht werden.
Wird ein Kämpfer mit „hansoku make“ bestraft, wird sein Gegner zum Sieger erklärt.
Gelingen einem Kämpfer zwei „waza-ari´s“ (oder ein waza-ari und ein keikoku) gewinnt er den Kampf mit Ippon.
Wird kein Ippon erreicht, gewinnt derjenige, der die meisten Punkte mit der entsprechend höheren Wertung erreicht hat. D.h. waza-ari ist höher zu bewerten als yuko, der wiederum höher zu bewerten ist als koka. Beispielsweise hat ein Kämpfer mit zwei yuko gegen einen yuko und sechs koka seines Gegners gewonnen. Die höhere Wertung entscheidet.
Besteht Gleichstand nach der regulären Kampfzeit, wird der Sieger durch Kampfrichterentscheid des Hauptkampfrichter und der zwei Nebenkampfrichter erklärt.
Sie geben ihre Entscheidung jeweils durch das gleichzeitige Heben der roten bzw. weißen (je nach Zuordnung der Kämpfer) Flagge bekannt. Alle Entscheidungen richten sich nach der „majority of three“, d.h. mindestens zwei der drei Kampfrichter müssen übereinstimmen. Als Neuerung, um Judo zuschauergerechter zu gestalten, wurde der „golden point“ eingeführt. Diese neue Regelung befindet sich derzeit in der Testphase. Besteht nach der regulären Kampfzeit Gleichstand, wird der Kampf solange weitergeführt, bis einer der Kämpfer eine Wertung erzielt. Dieser wird zum Gewinner erklärt. Dabei ist es gleichgültig, welche Wertung erfolgt.
Weitere Wettkampfgebräuchliche Begriffe für Events sind das”osaekomi” und das “sonomama“.
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