Geschichte des Judo

Sei-Ryoko-Zen-Yo
- bestmöglicher (maximaler und effizienter) Einsatz von Geist und Körper -
Ji-Ta-Kyo-Ei
- gegenseitiges Unterstützen zum gemeinsamen Wohlergehen -

Diese zwei Prinzipien legte Jigoro Kano 1882 dem modernen Judo zugrunde. Judo setzt sich aus den Silben „ju“ und „do“ zusammen. Während „ju“ für Sanftheit wie auch Nachgeben steht, bedeutet „do“ Weg oder auch Prinzip. Judo bedeutet also soviel wie sanfter Weg oder auch Weg des Nachgebens, um letztlich den Sieg davon zu tragen.
Kano, der bei den wichtigsten Jiu-Jitsu-Meistern seiner Zeit gelernt hatte, suchte das zugrunde liegende Prinzip all dieser Techniken, die er in den beiden oben genannten Gedanken manifestierte und 1882 zur Grundlage der Gokyo, den vierzig Grundwürfen, machte. Als Hochschullehrer wollte er seine „faulen“ Studenten wieder in Form bringen.
Kano legte Judo tatsächlich als umfassende Schulung für Körper und Geist an. Neben dem Erhalt von Traditionen ging es ihm um Ruhe und Konzentration in einer schon damals immer hektisch werdenderen Zeit.
1882 gründete Kano seine eigene Schule, das Kodokan (Haus zum Erlernen des Weges). Eng verknüpft mit der buddistischen Religion startete Kano von dort aus die Verbreitung seiner Lehren. Ausdruck der Religion ist die Ausgestaltung des Dojos (Trainingsraum) mit dem erhöhten Ehrensitz für den Meister bzw. Bilder großer Meister an den Wänden (auch heute hängen in vielen Dojos Bilder von Kano). Sämtliche unmittelbar tödlichen Techniken wurden ausgeklammert. Schlag- und Tritttechniken sowie Angriffe auf Finger und Fuß- und Beingelenke aus dem Trainingsprogramm verbannt. Fallübungen wurden gelehrt, außerdem bestand fortan die Möglichkeit, im Kampf aufzugeben. Das Training fand auf Reisstrohmatten (Tatami) statt, die die Verletzungsgefahr erheblich senkten.

Judo in Deutschland und Farblehre der Judogürtel.

Vielen Dank an dieser Stelle für die Informationen und tollen Zusammenfassungen an den Sport-Blog